Alpenlachs - Übersicht

Peter Brauchls Ziel: in den Bergen Österreichs einen Lachs zu züchten, der dieselben ernährungsphysiologischen und geschmacklichen Vorzüge besitzt wie der Wildfisch. Erreicht hat er es durch eine Kombination aus spezieller Fütterung und durchdachter Technik.

Spezielle Fütterung:

Die Qualität des Lebensmittels “Fisch” wird bedeutend durch die aufgenommene Nahrung beeinflusst. Die Art, Frische und die Proportionen der Inhaltsstoffe entscheiden über Zuwachs, Gesundheit und Muskelaufbau. Sie sind letztlich für die Fleischqualität des Speisefisches verantwortlich. Für “Alpenlachs” war also schon in den achtziger Jahren erkennbar: Das weltweit angebotene Trockenfutter als Alleinfutter zur Fütterung von Lachsen muss bedeutend verbessert werden.

Das spezielle “Alpenlachs”-Futter unterscheidet sich vor allem dadurch, dass durch Beimischung kalt gepresster heimischer Öle – Leinöl, Hanföl und Rapsöl – der Anteil des Trockenfutters auf etwa 1/3 reduziert werden kann. So frisst der “Alpenlachs” ein Futter mit einem optimalen Verhältnis an Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren, das dem Spektrum der wilden Nahrung von Eismeerfischen nahe kommt.

Das entwickelte Verfahren (Pat. AT 411 318B) hat nun eine Reihe weiterer Vorteile im Vergleich zu herkömmlichem Futter: Da die hochwertigen Saatöle erst unmittelbar vor der Verfütterung beigemischt werden, enthält “Alpenlachs”-Futter keine Konservierungsstoffe und kann von den Fischen hervorragend verstoffwechselt werden. Als Beitrag zur nachhaltigen Nutzung der Fischbestände im Meer, kann der Anteil an Fischölen meeresbiologischen Ursprungs, im Vergleich zum handelsüblichen Lachsfutter, um mehr als die Hälfte gesenkt werden. Die meisten Umweltgifte sind fettlöslich und man findet diese daher vermehrt in Ölen. Saatöle aus kontrolliertem Anbau tragen somit zur Reduktion von fragwürdigen Inhaltsstoffen im Fischfleisch bei.

Durchdachte Technik:

Nicht nur das Futter, sondern auch die Fütterungsmethode beeinflusst die Qualität des Fischfleischs. Die Lachse bilden nämlich die für den Menschen so wichtigen Omega-3 Fettsäuren nur, wenn sie sich intensiv bewegen. Motiviert zur Bewegung werden sie, weil sie, wie in der Natur, aktiv auf Futtersuche sind:
aus elektronisch gesteuerten Wurfmaschinen erhalten die “Alpenlachse” in kurzen Intervallen kleine Futtermengen an verschieden Stellen ihrer Teiche.

Ergänzt wird das “Sportprogramm” durch gezielten Wasserzu- und –ablauf in speziellen Zuchtbecken (Oktagone). Dadurch entsteht eine naturgetreue Strömung gegen die die Fische permanent anschwimmen müssen. So erhält der Alpenlachs seine besonders kräftige Fleischkonsistenz – ganz wie seine “wilden” Kollegen.

Wussten Sie?

dass der atlantische Lachs und die pazifischen Lachse ins Meer wandern und zum Laichen zurück in die Süßgewässer kommen?