FISCHLEXIKON / A
AAL (Anguilla anguilla)
Merkmale: Aale haben einen schlangenähnlichen, muskulösen Körper. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen durchgängigen Saum. Die Färbung kann auf der Oberseite zwischen schwarz und dunkelgrün schwanken, die Unterseite kann von gelb (geschlechtsunreifer, sog. Gelbaal) bis silbrig (geschlechtsreifer, sog. Blankaal) variieren. Erwachsene Weibchen werden bis zu 150cm lang und 6kg schwer, Männchen sind kleiner und leichter und erreichen nur eine Länge von bis zu 60cm. Er wird zwischen 10 und 15 Jahre alt, in geschlossenen Gewässern sogar bis zu 50 Jahre.
Vorkommen: Aale sind im Süß-, Meer- und Brackwasser zu finden und sind in ganz Europa, Kleinasien und Nordafrika beheimatet.
Nahrung: Der Aal ist ein Raubfisch und ernährt sich überwiegend von Würmern, kleinen Krebsen, Insekten, Fischlaich und kleinen Fischen.
Besonderheiten: Der Aal ist ein katadromer Wanderfisch - er wandert zum Laichen von den Flüssen oder Seen ins Meer. 
AALQUAPPE (Lota lota)
Merkmale: Der Körper der Aalquappe ist langgestrecktr, vorn im Querschnitt rund und nach hinten seitlich abgeflacht. Die Haut ist auf brauner Grundfarbe braun oder schwarz marmoriert. Sie wird durchschnittlich 30-50cm groß und 6kg schwer. Sie kann aber auch bis zu einer Länge von 150cm und kann bis zu 30kg schwer werden. Sie erreicht ein Alter von 10 bis 12 Jahren.
Vorkommen: Die Aalquappe bevorzugt kühles, sauerstoffreiches Wasser und ihre Standplätze in Seen befinden sich meist an Einmündungen von Flüssen und Bächen. Man findet sie auf der gesamten Nordhalbkugel, vor allem in Flüssen und Seen Mitteleuropas aber auch in der Donau, der Oder und einiger ihrer Nebenflüsse.
Nahrung: Aalquappen ernähren sich überwiegend von kleineren Fischen aber auch von Wirbellosen Kleintieren (Insekten, Schnecken,...).
Besonderheiten: Die Aalquappe ist der einzige Vertreter der Dorsche im Süßwasser. 
ÄSCHE (Thymallus thymallus)
Merkmale: Die Äsche besitzt einen langgestreckten Körper der seitlich etwas abgeflacht ist. Die Rückenflosse ist überdurchschnittlich groß und buntfarben, ihre Schwanzflosse ist tief gegabelt. Ausgewachsene Äschen werden durchschnittlich zwischen 30 und 50cm lang bei einem Gewicht von durchschnittlich 2,5kg.
Vorkommen: Die Äsche ist fast in ganz Europa verbreitet mit Ausnahme von Irland, Spanien, Süditalien und den meisten Flüssen der Norddeutschen Tiefebene. Als idealer Lebensort erweisen sich schnellfließende Bäche ab einer Breite von 6m oder kleinere Flüsse, wo sie sich besonders an kiesigen und sandigen Stellen aufhält und ihren Standort nur selten wechselt.
Nahrung: Äschen nehmen meist Anflugnahrung (Insekten) von der Wasseroberfläche auf, größere Exemplare ernähren sich aber auch von anderen Fischen sowie der eigenen Brut.
Besonderheiten: Die Äsche ist ein besonders anspruchsvoller Fisch, nur sehr schwierig zu züchten und zählt in Binnengewässern zu den gefährdeten Arten.